So, heute ein in jeder Hinsicht schnelles, aber wundervolles Rezept und ohne viel Blabla - sonst ist die Saison für die Pfirsiche auch schon um. Sollten Sie, so wie ich, diese Woche noch ein paar dieser perfekten, von Gelb über Orange bis hin ins Violett changierenden schönsten aller Früchte in die Hand bekommen (und vor allem auch solche, deren Kern praktisch von alleine herausfällt - "Kerngeher", sagt man das so?), dann sei Ihnen dieses Rezept sehr ans Herz gelegt! - Ein norditalienischer Klassiker, der auch in meiner privaten Küche schon vor Jahren eine gute Figur gemacht hat.... (gut, dass ich damals das Rezept notiert habe). Meine Gäste gestern waren damit rundum glücklich!
Pesche Ripiene al Forno
Meine Version eines norditalienischen Klassikers - diesmal im Glas gebacken/serviert
Falls Sie wirklich große, perfekte gelbfleischige Pfirsiche zur Hand haben, benötigen Sie je einen halben pro Dessertportion. Die Pfirsiche ein paar Sekunden ins kochende Wasser tauchen, abschrecken und vorsichtig schälen. Entlang ihres "Äquators" einschneiden und in die natürlichen Hälften teilen, Kern entfernen.
Pro Portion ein ofenfestes, weites ca. 300 ml fassendes Glas verwenden (Sie können aber die Pfirsichhälten klarerweise auch in eine passende Gratinform legen!). In jedes Glas eine wie oben beschrieben vorbereitete Pfirsichhälfte gleiten lassen.
Für die Füllung der Pfirsiche (quasi statt den Kernen) mischen Sie nach Belieben zerriebene Amaretti-Kekse oder in ein wenig Likör getränkte Biskottenbrösel mit fein gehackten oder geriebenen Mandeln, etwas Zimt und Kakao und binden die Masse mit einem Schuss Obers oder Milch. Je etwa 1 TL dieser eher festen Masse in die Kernhohlung streichen (siehe oberstes Bild).
Für die Mascarponecrème benötigen Sie 1/4 kg und 2 Dotter für 6 Portionen: die Dotter mit der gleichen Anzahl EL Kristallzucker und etwas Vanillezucker weißcremig aufschlagen. Den Mascarpone untermischen und die Crème gleichmäßig über die Pfirsiche verteilen.
Noch ein Wort zu Mascarpone (wohl nur für Leser in Österreich): ich bekomm zwar nichts dafür, aber ich kann das immer nur (gerne) wiederholen: so sehr ich zwar üblicherweise das italienische Originalprodukt vorziehe, bei Mascarpone steh' ich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, auf Kärnter Milch!
Die mit der Crème bedeckten Pfirsiche nun noch mit einigen Pinienkernen bestreuen und im Backofen bei 180 Grad so lange backen, bis die Crème gestockt ist und die Oberfläche appetitlich gebräunt. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur mit etwas Puderzucker bestreut servieren - und genießen!
Liebe Grüße,
Ihre Angelika Apfelthaler
(die sich wie immer sehr über Ihr Feedback freut! :-)

gefällt mir auch.....
wenn es dich interessiert, ich hab auch was gutes mit pfirsich zum nachtisch:
creme brulee förmchen ganz dick !! ausbuttern,
1 löffel zucker hineingeben, ebenso ein zweigchen rosmarin, den pfirsich halbieren, entkernen und mit der schnittfläche nach unten in das förmchen legen. blätterteig auf größe des förmchenrands ausradeln und den BT über den pfirsich legen, etwas andrücken, backen. wenn fertig, ein klitzekleines bisschen abkühlen lassen, auf teller stürzen und warm mit etwas eis servieren. easy going.....aber super
grüßle aus schwaben
Posted by: Uschi Schröder | 09/27/2012 at 01:32 PM
Hi Uschi, ui, das ist ja ganz nach meinem Geschmack! Danke...
also eine Mini-Tarte Tatin. Danke für den Tipp!
Mir gefällt auch der Rosmarin dabei - ich liebe Rosmarin mit Früchten (auch Äpfeln!) zu kombinieren.
Liebe kulinarische Grüße retour ins Schwabenland!!!
Posted by: Angelika Apfelthaler | 09/27/2012 at 01:44 PM
Angelika, das hört sich einfach wunderbar an! Ähnlich gefüllte Pfirsiche habe ich auch schon gemacht, aber die Mascarponecreme dazu ist mir neu. Muss herrlich schmecken!
Liebe Grüße!
Posted by: Petra aka Cascabel | 09/28/2012 at 08:09 AM
Wie fast immer, wenn mir hier ein Rezept gefällt, muss ich es sofort (und nicht später einmal) ausprobieren! Und es hat sich auch immer gelohnt (mit den gefüllten Zucchiniblüten z.B. bin ich bereits auf du und du!). Auch diese Pfirsiche sind ein Gedicht, ich hab sie mit Mandelmasse inkl. Amaretto gefüllt, nur die Creme war uns geschmacklich zu mild - da werde ich nächstes Mal eine säuerliche Komponente reintun. Ganz lg,
Posted by: Friederike | 10/06/2012 at 04:45 PM
Liebe Friederike, schön, wieder mal von Ihnen zu hören! Das ist ja wirklich das Schöne/Spannende/Interessante am Kochen: da wir mit Naturprodukten arbeiten, ist immer wieder die Intuition - und nicht das starre Rezept - so entscheidend. Bei säuerlichen Pfirsichen (wie ich sie letzte Woche hatte) hat es gepasst - bei sehr süßen ist sicher ein Dash Säure (Zitronensaft, aber auch ein wirklich guter Balsamico würd' ich meinen) angebracht. Überhaupt: so wie Salz und Zucker verstärkt Säure den Geschmack, kann also nie schaden! Liebe Grüße zurück!
Posted by: Angelika Apfelthaler | 10/06/2012 at 08:39 PM